Wenn man anfängt zu studieren, hat man meistens keine große Ahnung davon, welche Bücher man wirklich mal gebrauchen kann. Viel zu weit sind die Themenfelder gefasst, viel zu klein ist das eigene Wissen. Umso glücklicher ist man natürlich, wenn man dann ein Buch genannt bekommt, das angeblich vom ersten Semester an DIE Hilfe überhaupt sein soll, ein echter Allrounder zum Nachschlagen, für Hausarbeiten, für Klausuren. Alles Wichtige soll man in diesem Buch finden und deswegen wäre es trotz der 80 Euro (!) eine lohnende Investition.
Ich hab den Schinken zum Glück für wesentlich weniger Geld ergattert, aber trotzdem war jeder Euro auch rausgeschmissenes Geld. Ich habe es seit 3 Jahren und schon damals war es restlos veraltet. Das war aber nichts, was man als Studi, der die ersten 2 Wochen Uni hinter sich hat hätte erkennen können. Das Buch ist kein Allrounder, sondern ein dicker Schinken, in dem diverse Dinge doppelt und dreifach stehen, aber dafür mindestens genauso wichtige Dinge komplett fehlen.
Tja, jetzt wollt ich es grad als Quelle für mein Referat benutzen. Es wär doch für Eingangsdefinitionen so toll zu benutzen! Und was ist? Natürlich stehen meine BIDs nicht drin. Und das, obwohl es ein relativ wichtiges und auch nicht allzu neues Phänomen der Stadtentwicklung ist! Nicht ein einziges Wort steht dazu drin, nicht eines!
Ich frag mich wirklich manchmal, warum uns der Schmonz als soo toll angeprisen wurde. Hat das vielleicht doch was damit zu tun, dass mehrere Autoren des Buches auch Professoren an unserer Fakultät sind/waren? Ich bin so froh, dass ich meinen Erstis nicht zu diesem Buch geraten habe, denn es ist sein Geld absolut nicht wert. Ich geh dann mal auf Quellensuche im Internet... -.-*
Miniaturwunderland
Vor 41 Minuten
Uns wurde im ersten Semester in verschiedenen Kursen (gerade in den Sprachkursen!) zu verschiedenen Büchern geraten, die auch schweineteuer waren, aber dafür "absolut genial", "die Hilfe schlechthin" und das Beste: die können wir "das ganze Studium über in jedem folgenden (Sprach-)Kurs brauchen"!
AntwortenLöschenDas Ergebnis: Jeder Ersti kauft sich übermotiviert diese teuren Schinken und im nächsten Semester soll man sich dann ein anderes Buch kaufen, das schweineteuer ist, aber "absolut genial", ... und wir können es "das ganze Studium über in jedem folgenden (Sprach-)Kurs brauchen". Und das jedes Semester mit einem anderen Buch.
Als ich dann mal gefragt habe, was denn nun eigentlich mit den anderen tollen und "dauerhaften" Investitionen ist, wurde mir stets gesagt dass der Lehrplan geändert wurde und dass die anderen Bücher jetzt veraltet sind.
Deswegen kauf ich mir seit 2 Jahren kaum noch Bücher, und wenn dann schreib ich nichts rein o.ä. und verkaufe sie sofort nach dem Kurs weiter. Bereut hab ichs noch nie ;)
Und jetzt Kopf hoch :) Ich teile dein Schicksal ;)